Das Backbuch – unser erstes Crowdfunding

Für unser Backbuch haben wir 2015 die ersten Schritte in Sachen Crowdfunding gemacht. Als Plattform haben wir uns für Indiegogo entschieden, weil es dort die Möglichkeit gab, das gespendete Geld in jedem Fall zu bekommen, selbst wenn das Ziel nicht erreicht wird.

Warum wollten wir das? Weil wir das Buch so oder so auf jeden Fall gedruckt hätten. Das Crowdfunding war für uns eine Art Teilfinanzierung, über die wir zudem Seiten in unserem Buch an Cafés usw. anbieten konnten.

Ihr könnt das im Backbuch sehen: Dort haben wir einige Cafés und Bäckereien, die sich mit einem kleinen Betrag an unserem Buch beteiligt haben und dafür Platz für Rezepte und eine eigene Geschichte bekommen haben. Hinten sind noch einmal alle mit Foto aufgeführt.

Crowdfunding ist eine Menge Vorarbeit – und Spaß

Ich muss gestehen: Den Aufwand einer Crowdfunding-Kampagne habe ich damals deutlich unterschätzt! Deswegen habe ich bei unserer zweiten Kampagne für das Notizbuch aus Graspapier deutlich früher angefangen, Content zu planen und mir vor allem Unterstützung dazu geholt.

Es reicht eben nicht, einfach nur dort mit der Kampagne zu stehen. Ich musste jedes Café einzeln anschreiben, nachhaken. Und natürlich habe ich weitaus mehr kontaktiert, als im Buch zu sehen sind. Darüber hinaus haben ausschließlich Freunde und Familie sich beteiligt – was auch sehr schön war!

Trotzdem habe ich mir natürlich gewünscht, dass das Ding durch die Decke geht und wir ganz viele Menschen erreichen mit unserem Projekt und einer Idee, die ich nach wie vor sehr liebe. Das Endprodukt ist wunderschön und einzigartig geworden. Da es unser erstes großes Buchprojekt war, darf ich vermutlich mehr als stolz darauf sein. Anfangs fiel mir das schwer, weil mir auch einige Fehler unterlaufen sind. Das ist vermutlich nur normal, aber kurz nach der Veröffentlichung hat mich das etwas blockiert. Heute stehe ich voll dahinter: Nicht jede*r Verleger*in schafft in kompletter Eigenregie von Beginn an so ein cooles Buch auf den Markt zu bringen.

Eine Kampagne gestalten, bedeutet vor allem ganz viel Neues lernen

Und auch hier habe ich wieder wahnwitzig viel gelernt: Vor allem, dass Crowdfunding von der Vorbereitung und dem kontinuierlichen Posten lebt. Das habe ich damals zu wenig verfolgt und die Interessierten mit auf eine Reise genommen – und das, obwohl ich doch Autorin bin! Na ja. Wir haben es dennoch geschafft, einiges einzunehmen, von dem ich beispielsweise einen Teil direkt an unsere tolle Illustratorin weitergereicht habe. Das war schon ein extrem schönes Gefühl, bei der Arbeit, die sie für uns leistet!

Den Rest haben quasi ich und der Verlag zu den Druckkosten beigesteuert. Was bei der Produktion gut und auch nicht so gut lief, lest ihr in einem der kommenden Beiträge.

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